Behandlung

BILD Dir eine bessere Meinung!

Die BILD-Zeitung, über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkanntes und gemeinhin das Kieferorthopädische Fachorgan par Excellence, brillierte dieser Tage mit einem angeblichen »Abzockskandal« in der Kieferorthopädie¹, der genauso kompetent aufgemacht und recherchiert ist, wie die BILD »unabhängig« und »überparteilich«.
Eines muß man ihr aber lassen: Wer es schafft, die ganze Kollegenschaft zu erzürnen, der hat zweifelsohne eine kritische Würdigung mit spitzer Feder verdient. Und wenn die Unterschrift des Aufmachers dann noch »Keiner weiß, was sie wirklich bringen!«¹ lautet, dann muss man sich ob des reißerischen Artikels ernsthaft die Frage stellen, ob BILD sich hier in Wirklichkeit nicht auf seine eigene journalistische Sorgfaltspflicht bezieht. Und um die soll es hier gehen…

Um ebenjene Sorgfaltspflicht scheint es schlecht bestellt, wenn die Titelschlagzeile »Milliarden-Abzocke mit Zahnspangen«¹ noch lauthals Tatsache! brüllt, um im Seite-3-Text dann nur noch als »häufig[er] offenbar[er]«¹ Bettvorleger-Abzock-»Verdacht«¹ zu landen. Ein einfaches Fragezeichen am Ende hätte der Wahrheit zumindest ein wenig genüge getan, doch das hätte sich wohl zu negativ auf das Reißerische und die Schriftgröße der Schlagzeile ausgewirkt. Schließlich kämpft auch die BILD-Zeitung mit solch bewährten Methoden um die Lesergunst, dass diese grob lediglich zu einer Halbierung der Auflage in nur zehn Jahren² geführt hat. Tempi passati.

Während die Zahnzwischenraum-Gemeinde Mut zur Lücke fordert, scheint BILD diese Aufforderung in ihr Sujet übertragen zu haben: Lückenpresse, über die manch einer nicht nur fachbedingt die reine Wut über die Lücke empfinden kann. Aber machen wir doch lieber das, was wir am besten können, helfen der BILD auf die Sprünge und sorgen mal für einen zünftigen Lückenschluß, was diesen »Fachbeitrag« angeht…

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Dreifache Zahnanomalien bei meiner Tochter. Befund und Planung (-soptionen).

Bei meiner Tochter (9 Jahre) fiel mir nach Durchbruch 42 eine Zahnanomalie – Doppelanlage mit paralleler Zahnverschmelzung – auf. Nach Erstellung eines OPG im Jahr 2013 (s.o.) entdeckte ich zu meiner Erleichterung, dass die Gemination sich nur auf den Kronenbereich beschränkt. Leider wurde diese Erleichterung durch Entdeckung zweier zusätzlicher Nichtanlagen 35 sowie 45 wieder relativiert. Darüber hinaus kann ich auch noch nicht einmal (wie es jede Frau gerne ab und an mal tut) meinen Mann verantwortlich machen, denn die familiäre Disposition liegt allein auf meiner Seite, ergo: Alles »etwas« suboptimal gelaufen! ;-)

Dreifache Zahnanomalien bei meiner Tochter: Doppelanlage mit Zahnverschmelzung, zusätzlich zwei Nichtanlagen. Ergo: Alles »etwas« suboptimal...

Wie sieht nun (neben den oben genannten Anomalien) der gesamte Befund aus?
Normalbreite OK/UK, sagitale Frontzahnstufe 3mm, Distalbiss (1/4 Pb), leichter frontaler Engstand im OK, 3mm Tiefbiss, 8er Anlagen noch nicht erkennbar, normaler altersbedingter Zahnwechsel und gut entwickelte Wurzeln 75 und 85, funktionell gutes Gebiss, en face und Profil perfekt.

Wenn wir uns diesen Befund anschauen, ergeben sich aus meiner Sicht hiermit folgende fünf Optionen, hier gestaffelt nach meiner Präferenz in umgekehrter Reihenfolge:

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